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Vorkommen und Legierung

Im Gegensatz zu den meisten anderen Metallen kommt Gold meist gediegen vor und muss nicht durch Reduzieren aus Erzen gewonnen werden (wie beispielsweise Eisen), sondern wird nur mechanisch aus dem umgebenden Gestein gelöst. Das größte bekannte Goldnugget, „Welcome Stranger“ genannt, wurde 1869 in Australien gefunden und wog 2284 Feinunzen.

Gold kristallisiert im kubischen Kristallsystem und hat eine Härte von 2,5 bis 3 Mohs. Es hat eine metallisch-sattgelbe Farbe, die entsprechend als „goldgelb“ bekannt ist, und eine ebensolche Strichfarbe. In feiner Verteilung ist es je nach Korngröße gelblich, ockerbraun bis purpurviolett und wird dann als Goldpurpur bezeichnet. Mit zunehmender Temperatur verliert Feingold an Farbintensität und ist hellgelb glühend, bevor es schmilzt.



Gold schmilzt bei 1064 °C. Das geschmolzene Metall ist zitronengelb, leicht grünlich und erhält seine intensive gelborange Farbe erst wieder, wenn es vollständig abgekühlt ist.

Beimengungen von Kupfer lassen es rosa oder rötlich erscheinen, senken die Schmelztemperatur und steigern zugleich Härte, Festigkeit und Polierbarkeit beträchtlich. Steigende Silberanteile verändern die Farbe des reinen Goldes über hellgelb nach hellgrün und schließlich zu weiß; Schmelztemperatur und Härte verändern sich dabei nur sehr wenig. Die meisten Metalle, so auch die bekannten Platinmetalle, Quecksilber und die Eisenmetalle, führen als Beimischungen dagegen in steigenden Anteilen zu einer Entfärbung in Form einer eher schmutziggelbgrauen bis grauweißen Legierung. So variiert die Farbe von Palladiumhaltigem Gold (Porpezit) zwischen Lohfarben und einem hellen Braun.

Gold ist ein relativ reaktionsträges Element. Es behält seinen Glanz und seine Farbe und ist daher in der Natur leicht zu erkennen.


Reinheit und Feingehalt
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Die Reinheit von Gold wird historisch in Karat (abgekürzt kt) angegeben. 24 Karat entsprechen purem Gold (Feingold). Mit Einführung des metrischen Systems wurde die Umstellung auf Promille-Angaben vorgenommen. So bedeutet der Stempeleindruck „750“ in Goldware, dass das Metall von 1000 Gewichtsanteilen 750 Anteile (d. h. 3/4) reines Gold enthält, was 18 Karat entspricht. „585“ Gold entspricht 14 Karat, „375“ Gold entspricht 9 Karat und „333“ Gold entspricht 8 Karat. Bullionmünzen haben entweder 916,6 Promille (Krugerrand, Britannia, American Eagle) oder 999,9 Promille Gold (Wiener Philharmoniker, Maple Leaf, Nugget, American Buffalo). Die Reinheit kann aber auch mit einer Dezimalzahl angegeben werden, zum Beispiel als 0,999 oder 1,000 (Feingold).


Karat Gewichtspromille Gold
in der Legierung
Handel Gold
24kt 999 Feingold 999
22kt 916 2/3 Gold 916
20kt 833 1/3 Gold 833
18kt 750 Gold 750
14kt 583 1/3 Gold 585
10kt 416 2/3 Gold 417
9kt 375 Gold 375
8kt 333 1/3 Gold 333

In der gesamten Geschichte der Menschheit wurden bisher schätzungsweise 170.000 Tonnen Gold geschürft[49] (Stand 2011[47]). Dies entspricht einem Würfel mit 20,65 Metern Kantenlänge[50] (rund 8.800 Kubikmetern) reinem Gold, und rund 24,3 g (also etwas mehr als 1 cm3) pro Kopf der Weltbevölkerung. 79.000 t (51 %) Gold sind in Schmuck verarbeitet. 18.000 t (12 %) Gold sind in Kunstgegenständen verarbeitet. 25.000 t (16 %) Gold sind in Privatbesitz (Investoren) - in Form von Barren und Anlagemünzen. Hochwertiger Schmuck wird international üblicherweise aus Goldlegierungen mit einem Feingehalt von 750 oder höher angefertigt. Dabei ist Wahl des verwendeten Feingehaltes auch von regionalen und kulturellen Vorlieben beeinflusst.


So werden auf dem amerikanischen Kontinent vor allem Legierungen mit 585 ‰ Goldanteil verwendet, während im Nahen Osten sattgelber Goldschmuck ab Feingehalte von etwa 20 bis 22 kt (833-916 ‰) aufwärts besonders geschätzt wird. In Südostasien und im chinesisch, thailändisch und malaiisch beeinflussten Kulturkreis geht dies traditionell sogar bis hin zum Schmuck aus reinem Feingold, der in der dortigen Kultur als besonders hochwertig betrachtet wird. Die Anteile an eventuell enthaltenen anderen Edelmetallen (Silber, Palladium, Platin, Rhodium, Iridium u. a.) wird bei der Stempelung nicht berücksichtigt.

Klassische Goldlegierungen und Farbgebungen
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Klassische Goldlegierungen für Schmuck gehören dem Dreistoffsystem Gold-Silber-Kupfer an. Das ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass diese Metalle auch natürlich miteinander vorkommen. Außerdem war es bis ins 19. Jahrhundert in Europa verboten, Gold mit anderen Metallen als Kupfer und Silber zu legieren.

Das Farbspektrum derartiger Goldlegierungen reicht von sattgelb über hellgrün und lachsrosa bis hin zu silberweiß. Diese Legierungen sind leicht herstellbar und gut zu verarbeiten. Je nach Anforderung werden durch Zusatz weiterer Metalle die Legierungseigenschaften wie erwünscht beeinflusst. Kleinere Zusätze von Zink, Indium, Zinn, Cadmium oder Gallium senken beispielsweise die Schmelztemperaturen. Sie beeinflussen außerdem die Oberflächenspannung der Metallschmelze bei nur geringfügiger Änderung der Farbe der Legierung.

Doch nicht nur die Art, sondern auch die Menge der zugesetzten Metalle verändert die Goldlegierungen in gewünschter Weise. Ist z. B. eine schöne satte Eigenfarbe erwünscht, so wird man sich im Bereich der sehr edlen Goldlegierungen mit mindestens dreiviertel Massenteilen Gold bewegen.

Höchste Festigkeit und Härte werden andererseits bei den eher blasseren Goldlegierungen mit einem Feingehalt um 585 erreicht, weshalb dieses empirisch gefundene Legierungsverhältnis seit langem verwendet wurde. Legierungen mit einem deutlich geringeren Feingehalt als 585 Gold, zum Beispiele 333 Gold, sind hingegen aufgrund der unedlen Beimischungen durch langfristige Korrosionseffekte bedroht. Daher lehnen viele Goldschmiede und Länder es ab (z. B. die Schweiz), diese Legierung noch als „Gold“ zu bezeichnen.

Die Goldschmiede Luxus Berlin fertigt Schmuck nur und ausschließlich in 775 Gold. Nur auf ausdrücklichem Wunsch eines Kunden verarbeiten wir 585 Gold. 333 Gold wird von uns nicht als Gold angesehen und von uns nicht verarbeitet.

 

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Telefon: 030 8821277     Fax: 030 88627519     www.luxusberlin.com
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